Historie
50 Jahre Betriebsliga – Stadtliga Cottbus
Am 29.03.1957 wurde zur Förderung des Massensportes in den Betrieben und im Freizeitbereich die Cottbuser Betriebsliga unter der Leitung des KFA gegründet. Als einer der Mitbegründer des FES (Freizeit- und Erholungssport) war der bekannte Schiedsrichter Werner Schneider, er führte auch lange Jahre den Vorsitz.
Zu den Männern der ersten Stunden gehörte auch SK Kurt Brase. Begonnen wurde mit zwei Kleinfeldstaffeln zu je sechs Mannschaften, die in Turnierformen den Startschuss für eine bis jetzt andauernde beispielhafte Aktivität im Freizeit- und Breitensport der Stadt Cottbus gaben. Zu den Mannschaften der ersten Stunde gehörten u.a. Post- und Fernmeldewesen, Reichsbahn, Lausitzer Rundschau, Verkehrsbetriebe, Tufa, Be-We-Co, Konsum-Melde, Rat des Bezirks, Unterricht und Erziehung und die Bezirksbehörde der VP.
Das Interesse der Cottbuser Betriebe war groß und so war die Entwicklung zum Großfeldfußball der notwendige Folgeschritt, bereits ab 1960 spielte man in zwei Klassen zu je 9 Mannschaften. Die Entwicklung hielt bis an bis zur Vorwendezeit, wo 36 Mannschaften in drei Klassen mit Auf- und Abstieg kämpften. Dort zeigten auch bekannte Größen aus der Cottbuser Oberligazeit weiterhin ihre Liebe zum Fußball, z.B. Heinz & Peter Rößler, Heini Lemancyk, Manfred Duchow, Wolfgang Schmidt, Heinz Egeler, und natürlich auch die Energie-Goalgetter Peter Effenberger und Maik Pohland, die ihre Laufbahn ausklingen ließen.
In den 70er Jahren waren es besonders Tiefbau (7 x Meister) und die Verkehrsbetriebe (5 Titel), die dem gut organisierten Spielbetrieb ihren Stempel aufdrückten, Tiefbau konnte sich auch in dieser Zeit im Fußballkreis durchsetzen und den Pokal erringen.
Nach der Wende kam für die meisten Betriebe bekannterweise das wirtschaftliche Aus und somit auch der Betriebssport, dennoch haben etwa 18 Mannschaften Mittel und Wege gefunden den Spielbetrieb aufrecht zu halten. Hier sind es Energie, Handwerk, Grünweiß und in den letzten Jahren Waikiki, die in der Stadtliga mehrfach Meister wurden, der amtierende Meister Waikiki bereits zum vierten Mal in Folge. Die Stadtliga ist
im Fußballkreis Niederlausitz integriert mit entsprechenden Wechselmöglichkeiten gemäß SpO zum aktiven Bereich. Weiterhin haben sich Vereine einige Jahre in der Stadtliga formiert und sind dann im aktiven Bereich des FK Niederlausitz problemlos aufgenommen worden, u.a. Preilack, Buga 95 und Devils. Leistungsstarke Mannschaften der Stadtliga spielen im Pokalwettbewerb des Fußballkreises mit beachtlichen Erfolgen mit.
Nachdem 1993 auf Kreisebene des FK Niederlausitz die Passordnung durchgesetzt wurde, ist 1994 in der Stadtliga unter Leitung von SK Günter Mertsch analog die Pass- und die Spielordnung des FLB eingeführt worden, nur die Spielzeit und der Einsatz der Wechselspieler wurde dem Freizeitspielbetrieb angepasst. Die Verantwortung für den Spielbetrieb der Stadtliga wurde u.a. vom Sportjournalisten und jetzigen
Geschäftsführer des Fußballkreises SK Joachim Rohde getragen, er war von 1978 bis 1984 verantwortlich, danach war SK Günter Raschke bis zu seinem frühzeitigen Ableben 1993 in der Verantwortung, seit 1993 wird Spielbetrieb von SK Günter Mertsch und drei Staffelleitern beispielhaft organisiert und gemäß der Spielordnung des FLB geführt.
Zu dem Großfeldspielbetrieb, einschließlich Pokalrunde gehört auch die anschließende Hallenmeisterschaft in zehn Turnieren, hier konnte sich
der SV Handwerk bereits zum sechsten Mal auszeichnen. Die demografische Entwicklung ist auch in der Stadtliga, wie im aktiven Bereich des Fußballkreises, zu einer akuten Existenzfrage für manche Vereine geworden, denn Fußballspieler, besonders Jugendliche aus dem nichtaktiven Bereich für die Stadtliga zu begeistern, wird immer schwieriger. Neuanmeldungen von Vereinen bzw. Mannschaften sind im Gespräch, aber es fehlt sicher noch etwas Mut im Verantwortungsbereich, um den Einstieg zu wagen.
Die Vereine der Stadtliga spielen in der Zeit von April bis Oktober im Jahr den Stadtligameister aus, danach wird der Hallenmeister ermittelt. Die Spiele auf dem Großfeld werden von Montag bis Freitag ausgetragen, entsprechend den Nutzungsbedingungen der fremden Sportanlagen. Wie im Altliga-Bereich wird 2 x 40 Min. und erhöhtem Wechselkontingent gespielt, sonst gilt die Spielordnung des Fußballlandesverbandes Brandenburg.










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